WaldlehrpfadHeimatverein Obergrombach

Von der Maxhütte bis zum Burgwingert

Einleitung

Textbeitrag folgt!
 
Mit dem Jahr 2021 übernahm der Heimatverein Obergrombach die Neu-Beschilderung und die Pflege des Waldlehrpfades, siehe auch Aktivitäten / Aktuelles!

Die Geschichte des Waldes auf der Obergrombacher Gemarkung

Textbeitrag folgt!

Die Aufgaben des heutigen Waldes

Der Wald diente in der Vergangenheit vornehmlich der Nutz- und Brennholz-Produktion. Im Zuge der Industrialisierung und insbesondere nach den Weltkriegen des 20.Jh. gewinnt der Wald hinsichtlich seiner Schutz- und Erholungsfunktion zunehmend an Bedeutung.
Der Nutzen und der Erholungswert in unserer heutigen Leistungsgesellschaft kann wie folgt kurz umrissen werden:
- Durch Assimilation nimmt der Wald Kohlendioxid auf und gibt dafür Sauerstoff zum Atmen von Mensch und Tier ab
- Der Wald filtert aufgrund seiner großen Oberfläche die Luft und reinigt diese von Staub, Ruß und anderen schädlichen Stoffen
- Der Wald speichert in Regenzeiten Wasser wie einen Schwamm und gibt dieses mit großer zeitlicher Verzögerung gereinigt an tiefere Bodenschichten weiter.
- Der Wald schwächt die schädlichen Wirkungen von Klima-Extreme, wie Wind und Sturm, und schützt somit auch die Landwirtschaft.
- Der Wald verhindert Bodenerosion
- Der Wald dämpft störenden Lärm, bietet einen wichtigen Erholungsraum für den Mensch, bietet Schutz, Nahrung und Lebensraum für die Tierwelt

Wo befindet sich der Obergrombacher Waldlehrpfad und wie kommt man dort hin?

Lagekarte zur Zeit in Bearbeitung!

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Beginn und Endpunkt einer Waldlehrpfad-Wanderung bei der Max-Hütte

Die auf dem Waldlehrpfad gekennzeichneten Bäume:

Riesen-Mammutbaum1) (Sequoiadendron giganteum)
Gehört zur Familie der Zypressengewächse, kann knapp 100 m hoch werden und erreicht Stammumfänge bis über 34 m bei einem Durchmesser von ca.10 m. Diese Bäume können mehrere tausend Jahre alt werden. Die ursprüngliche Heimat der Riesenmammutbäume liegt in der Sierra Nevada, Kalifornien, in Höhenlagen zwischen 1350 und 2500 m. Diese Zypressenart lässt sich bis in die Kreidezeit vor 125 Millionen Jahren zurückverfolgen. Mittlerweile steht die Art unter Schutz. Zum Schutz vor Waldbränden bildet der Baum eine faserig-schwammige harzfreie Borke, die bei älteren Exemplaren bis zu 75 cm dick sein kann. Die Wurzeln breiten sich bis zu 30 m seitwärts aus, gehen jedoch kaum in die Tiefe.
Abbildungen: Nadeln, weibliche Zapfen, männliche Blütenzapfen, Reife Zapfen

DSC04701.1 Mammutbaum

 

Eibe 2) (Táxus baccáta L.)
Ein kleiner bis mittelgroßer Nadel-Baum, häufig auch buschartig, kann 10 bis 15 m hoch werden und erreicht Stammdurchmesser von max. 0,5 m. Die Eibe wächst ausserordentlich langsam und kann durchaus über 1000 Jahre alt werden. Liebt kalkhaltige Böden in der Ebene und in Gebirgen bis 1200 m Höhe. Wird als Heckenpflanze und Zierbaum sehr geschätzt. Das Holz, die Rinde, die Nadeln und die vom roten Fruchtfleisch umgebenen Samen enthalten das hochgiftige Taxin, welches besonders für Säugetiere schädlich wirkt.
Abbildungen: Nadeln, Blüten, Früchte

DSC04704.1 Eibe

 

Speierling2) (Sórbus doméstica L.)
Ein mittelgroßer Laub-Baum mit bis zu 20 m Höhe, langsamen Wachstum, wird auch Sperberbaum oder Zahme Eberesche genannt, weil er der Vogelbeere ähnlich ist. Kann durchaus einige hundert Jahre alt werden, blüht im Mai und bildet im September ei- bis birnenförmige Fruchtstände. Bevorzugt mineralisch-kräftige Böden im warmen Hügelland des südwestlichen Mitteleuropa. Das Holz ist härter und schwerer als das der Hainbuche und wertvoller als das der Vogelbeere. Seine Früchte finden Verwendung bei der Apfelwein-Produktion.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

Sorbus domestica 1 aus wikipedia1)

 

Sandbirke2) (Bétula péndula Roth)
Auch „Gemeine Birke“ genannt, weil sie praktisch auf allen Böden und Kontinenten gedeihen kann. Ein anspruchloser Laub-Baum mit den besten Entwicklungsmöglichkeiten auf frischen, lehmigen Sandböden. Sehr lichtbedürftig mit Wuchshöhen bis max. 30 m und Stammdurchmessern bis zu 65 cm. In den ersten 5-6 Jahren ist der Höhenwuchs eher gering, danach sehr rasch. Mit 50-60 Jahren ist die Endhöhe meist erreicht, einzelne Bäume erreichen ein Alter bis über 100 Jahre.
Abbildungen: Rinde, Blätter, Blüten, Früchte

DSC04712.1 Sandbirke

 

Stechpalme2) (Ilex aquifólium L.)
Ein schöner, immergrüner Strauch oder kleiner Baum kann über 10 m hoch werden und einen Stammdurchmesser bis zu einem halben Meter erreichen. Kann einige hundert Jahre alt werden, schattenliebend, etwas frostempfindlich und gedeiht auf fast allen Böden, bevorzugt kalkige und sandige Untergründe in mildem See- und feuchtem Gebirgsklima bis 1200 m Höhe. Ist ein beliebtes Ziergehölz und findet als Heckenpflanze häufig Anwendung. Die Blätter sind dornig gezähnt, die Fruchtstände etwa erbsengroß, leuchtend rot, ungenießbar und enthalten harte Steinkerne.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04710.1 Stechpalme

 

Ginkgobaum1) (Ginkgo biloba, chinesisch: yin xing)
Der Ginkgo ist eine in China heimische, heute weltweit angepflanzte und beliebte Baumart. Holländische Seefahrer brachten den Baum in der ersten Hälfte des 18.Jh. nach Europa. Zum Jahrtausendwechsel wurde der Ginkgo in Deutschland als „Baum des Jahres“ gekürt, als lebendes Fossil, Mahnmal für Umweltschutz und Frieden sowie als Baum des Jahrtausends erhoben. Er ist ein sommergrünes Gewächs, wirft im Herbst nach wunderschöner Gelbfärbung seine Blätter ab und kann bis zu 40 m hoch werden. Er kann 1000 Jahre und älter werden, ein koreanisches Exemplar besitzt eine Wuchshöhe von 64 m und einen Stammdurchmesser von über 4 m. Seine Früchte finden in der asiatischen Naturheilkunde Verwendung: die enthaltenen Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe) haben durchblutungsfördernde Wirkungen und können somit die Gedächnisleistung und das Lernvermögen verbessern. Ginkgo-Gewächse gehören weder zu den Nadel- noch zu den Laub-Bäumen, sondern bilden eine eigene Gruppe in der Pflanzenwelt. Man fand Blatt-Versteinerungen aus dem Erdzeitalter des Jura, die Blütezeit der Dinosaurier, vor über 100 Millionen Jahren. Die größte Pflanzenvielfalt der Ginkgo-Gewächse wird in die Kreide-Zeit nach heutigen Erkenntnissen in die Kreide-Zeit zwischen 135 und 65 Millionen Jahren gelegt. Ginkgo überlebte das große Artensterben an der Kreide-Tertiär-Schwelle vor 65 Millionen Jahren.
Abbildungen: Blätter, männliche und weibliche Blüten, Früchte, Samen

DSC04708.1 Ginkgo

 

Spitzahorn2) (Acer platanoides L.)
Mittelgroßer bis großer Laub-Baum blüht von April bis Mai vor aber auch mit dem Laubausbruch. Trägt alle 2 Jahre Samen, Fruchtreife und Blattabfall im September bis Oktober. Spitzahorn wächst in den Anfangsjahren schneller als Bergahorn, bleibt aber dann im Höhen- und Stärkenwuchs hinter diesem zurück. Wird kaum älter als 150 Jahre. Hat höheren Luftwärmebedarf, verträgt mehr Nässe als Bergahorn und ist anpassungsfähiger bezogen auf den Boden. Das Holz ist weniger wertvoll als das des Bergahorns.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04698.1 Spitzahorn  DSC04699.1 Spitzahorn

 

Bergahorn2) (Acer pseudoplátanus L.)
Mittelgroßer bis großer Laub-Baum, blüht im Mai nach dem Laubausbruch, die Früchte reifen mit denen des Spitzahorns im September bis Oktober. Bergahorn vollendet mit 80 bis 100 Jahren sein Höhenwachstum mit etwa 20-25 m, kann 400 bis 500 Jahre alt werden, dann ggf. auch über 30 m hoch mit einen Stammdurchmesser von ca. 2 m. Liebt kühle feuchte Luft, frischen, tiefgründigen und sehr mineralstoffhaltigen lockeren Boden jedoch ohne Staunässe. Bevorzugte Standorte: feuchte Gebirgstäler, an Gebirgsbächen, in den Alpen bis zu einer Höhe von 1600 m. Verfügt über sehr hartes fast weißes Holz
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04695.1 Bergahorn  DSC04696.1 Bergahorn

 

Wildkirsche 2) (Prúnus pádus L.)
Die Wildkirsche, auch genannt „Gemeine Traubenkirsche“, kommt als Großstrauch, kleiner oder mittelgroßer Laub-Baum vor. Blütezeit zwischen Mai und Juni, im Juli bis August reifen die Früchte. Ein schnelles Wachstum bis zum 20. Bzw. 30.Jahr, wird jedoch max. 60-80 Jahre alt, bis zu 15 m hoch und könnte einen Stammdurchmesser von 60 cm erreichen. Der anspruchsvolle Baum benötigt kräftige, frische, feuchte und humose Böden sowie erträgt mäßigen Schatten. Kommt in Fluss-Auen und frischen Alpentälern bis zu einer Höhe von 1500 m vor.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04693.1 Wildkirsche  DSC04692.1 Wildkirsche

 

Winterlinde2) (Tilia cordáta Mill.)
Die Winterlinde, auch genannt Kleinblättrige Linde bzw. Steinlinde, ist ein mittelgroßer bis großer Laub-Baum, der von Juni bis Juli blüht. Die Früchte reifen in den Monaten August bis September. Die Linde erreicht mit 150-180 Jahre eine Höhe von ca. 18 m und vermag mehrere hundert Jahre alt zu werden. Kann nahezu eine Endhöhe von knapp 30 m erreichen. Liebt kräftige, tiefgründige, frische und lockere Böden in Wäldern eingesprengt oder an Waldrändern. Der Baum bietet rötlich bis gelblichweißes kernloses Holz in bester Schnitz-Qualität.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04688.1 Winterlinde  DSC04689.1 Winterlinde

 

Esskastanie2) (Castánea sativa Mill.)
Besser bekannt als Edelkastanie, deren Fruchtstände äußerlich sehr stachelig und innen die braunen essbaren Kastanien, auch Maronen oder im Volksmund „Keschde“ genannt. Ein mittelgroßer Laub-Baum blüht Mitte Mai bis Juli, die Früchte sind im Oktober reif und fallen dann auf den Boden. Die Edelkastanie wächst zunächst langsam, wird mit ca. 50 Jahren 15-20 m hoch und ca. 0,5 m stark, kann als freistehender Baum mehrere Meter dick und über 1000 Jahre alt werden. Wächst vornehmlich in wärmeren Gegenden, ist gegen Spät- und Frühfröste empfindlich. Liefert ein gerbstoffreiches dem Eichenholz ähnliches Holz, welches sich auch für die Fassproduktion eignet.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04684.1 Esskastanie  DSC04687.1 Esskastanie

 

Traubeneiche2) (Quércus patráea Matt.)
Auch Wintereiche oder Steineiche genannt, ist ein großer Laub-Baum, der 10-14 Tage später als die Stieleiche blüht. Wuchshöhen von 40 m sind keine Seltenheiten, könnte 700 Jahre und älter werden. Es ist ein typischer Baum für hügeliges Gelände bzw. das Mittelgebirge und ist weniger anspruchsvoll bezüglich Bodenkraft, Wärme und Feuchtigkeit als die Stieleiche.                                                                                                                          Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04681.1 Traubeneiche  DSC04682.1 Traubeneiche

 

Stieleiche2) (Quércus róbur L.)
Die Stieleiche, auch Sommereiche genannt, ist ein stattlicher Laub-Baum, blüht zwischen April und Juni, ihre Eicheln reifen und fallen zwischen September und Oktober je nach Witterung. Ein rasches Wachstum in der „Jugend“, das dann meist nach 120-200 Jahren beendet ist. Die Stieleiche wird 30-35 m hoch, in Ausnahmefällen bis 65 m und kann günstigstenfalls über 1000 Jahre alt werden. Bestes Gedeihen im warmen Tief- und Hügelland auf mineralischen, frischen und tiefgründigen Böden. Unser bestes Nutzholz mit gerbstoffreicher Rinde.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04679.1 Stieleiche  DSC04678.1 Stieleiche

 

Flatterulme2) (Ulmus láevis Pall.)
Die Flatterulme, auch Flatterrüster genannt, ist ein mittelgroßer bis großer, licht- und wärmebedürftiger Laub-Baum, seine Blüte- und Fruchtzeit liegt etwa 2 Wochen später als Feld- und Bergulme. Ist weniger anspruchsvoll als Feld- und Bergulme, wächst daher auch auf kargen Sand- bzw. sauren Moor-Böden. Sein Holz ist weniger wertvoll als das der Feld- und Bergulme, ansonsten ähneln sich diese drei Ulmen-Arten recht stark.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04672.1 Flatterulme  DSC04673.1 Flatterulme

 

Bergulme2) (Ulmus glábra Huds.)
Ähnelt sehr stark der Feldulme, jedoch mit weniger Wärmeanspruch. Wächst sowohl in der Ebene als auch im Bergland bis 1300 m Höhenlage. Ist in Mitteleuropa die meistverbreiteste Ulmenart.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04666.1 Bergulme  DSC04669.1 Bergulme

 

Feldulme2) (Ulmus minor Mill.)
Der große Laub-Baum blüht von März bis April lange vor dem Laub-Austrieb. Die Samen reifen und fallen im Zeitraum Mai-Juni, sind jedoch nur zu 30 % keimfähig. Die Feldulme wächst anfänglich schnell, beendet ihr Höhenwachstum mit etwa 50-60 Jahren. Kann bis 33 m hoch, über mehrere Jahrhunderte alt werden und kann beachtliche Stammdurchmesser bekommen. Ein sehr anspruchsvoller Baum: verlangt mineralkräftige, tiefgründige, lockere und frische Böden, ist wärmebedürftig und durchschnittlich lichtbedürftig: Flusstäler, Auen und Ebenen. Die Ulme liefert ein wertvolles Holz.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04662.1 Feldulme

 

Schwarznuss2) (Júglans nigra L.)
Eigentlich stammt die Schwarznuss, auch Schwarzer Walnussbaum, aus Nordamerika. Ein mittelgroßer bis großer raschwüchsiger Laub-Baum, der nach 60-80 Jahren 25 m und darüber hoch werden kann. In seiner Heimat wurden ca. 400 Jahre alte Bäume mit 45 m Höhe und einem Stammdurchmesser von 3 m gefunden. Die Schwarznuss ist sehr anspruchsvoll: verlangt milde lichtreiche Lagen und besten, tiefgründigen, lockeren Boden. Frühfröste mag sie nicht. Die eigentlichen Früchte sind runzelig, schwarz und extrem hart. Der Nusskern ist ölreich und nicht sehr wohlschmeckend.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04656.1 Schwarznuss

 

Walnuss 2) (Júglans régia L.)
Die Walnuss (Gemeiner Walnussbaum, Welschnuss), kam ursprünglich vom Balkan und aus Asien, ist ein stattlicher kleiner bis mittelgroßer Laub-Baum mit starkem Stamm. Ist raschwüchsig und kann nach 60-80 Jahren 15-20 m hoch werden, alte mehrhundert jährige Exemplare können Stammdurchmesser von über 1 m erreichen. Die Walnuss verlangt geschützte Lagen, mildes Klima und tiefgründigen, nahrhaften und lockeren Boden. Sie ist lichtbedürftig und leidet stark durch mögliche Maifröste. Die Nüsse reifen im September, sind ölreich und wohlschmeckend. Das Holz gehört zu den wertvollsten Nutzhölzern.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04651.1 Walnuss  DSC04652.1 Walnuss

 

Holzbirne2) (Pýrus commúnis L.)
Die Holzbirne kommt als sperrig verzweigter Strauch oder als kleiner bis mittelgroßer Laub-Baum mit schlankem Stamm vor. Blüte von April bis Juni, die Birnen reifen im September. Ein langsam wachsender Baum bis 20 m Höhe mit einem halben Meter Stammdurchmesser kann bis 150 Jahre alt werden. Liebt tiefgründige, frische und kalkhaltige Böden, bevorzugt Lagen in Hecken, Gebüschen und Waldrändern. Die Birnen sind als Wildfutter geeignet. Die Holzbirne ist die Stammart aller Kulturbirnen, das Holz ist hell bis bräunlichrot, sehr schwer und hart.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04646.1 Holzbirne  DSC04648.1 Holzbirne

 

Holzapfel2) (Málus sylvéstris Mill.)
Ein kleiner Laub-Baum, auch strauchartig, entwickelt sich sehr langsam. Blüht im Mai-Juni, seine Früchte reifen im September, es ist die Stammart aller Kulturäpfel. Liebt kräftigen, kalkreichen frischen Boden und lichte Lagen. Liefert wie die Holzbirne Wildfutter, wird jedoch im Schnitt 2-4 m hoch, höchstens 7 m. Das Holz ist auch hart und schwer.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04644.1 Holzapfel

 

Robinie2) (Robinia pseudoacácia L.)
Die Robinie, auch Scheinakazie oder Falsche Akazie genannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist ein mittelgroßer Laub-Baum, wächst anfänglich schnell und beendet sein Höhenwachstum mit 30-40 Jahren und einer Höhe von ca. 25 m. Mit einem Alter von 100 Jahren wird ein Stammdurchmesser von 80 cm, bei über 200 Jahren auch mal 1,20 m erreicht. Die Schmetterlingsblüten in hängenden Trauben kommen im Mai bis Juni, die Samen reifen im Oktober-November. An Ästen und Zweigen sind paarweise Dornen angeordnet. Die Robinie ist sehr lichtbedürftig, liebt kräftigen, warmen und lockeren Boden in milder geschützter Lage, spät- und frühfrost-empfindlich. Wird gern als Ziergehölz gesetzt und ist eine wertvolle Bienenweide. Das Holz ist extrem hart und witterungsbeständig.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04642.1 Robinie

 

Elsbeere2) (Sórbus torminális L.)
Ein kleiner bis mittelgroßer Baum, auch strauchartig, blüht zwischen Mai und Juni, die Früchte reifen im September. Die Elsbeere wächst langsam bis zu einer Größe von 12-20 m und kann über 100 Jahre alt werden. Sie liebt mildes Klima, sonnige Lagen, frische Kalkböden, hat aber insgesamt nur mäßige Ansprüche auf ihrem Standort, der jedoch nicht nass oder sandig sein darf. Ihr Holz ist recht hart und wertvoll.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04641.1 Elsbeere  DSC04639.1 Elsbeere

 

Eberesche, Vogelbeere2) (Sórbus aucupária L.)
Ein mittelgroßer Laub-Baum, auch strauchartig, blüht von Mai bis Juni, seine erbsengroßen korallenroten Beeren reifen im August bis September. Wächst in jungen Jahren an guten Standorten rasch, wird 10-17 m hoch, ca. 40 cm stark und selten über 80 Jahre alt. Ein sehr anspruchsloser Baum, der auch auf mageren, trockenem Boden, im nassen Torfmoor und in hohen Gebirgslagen bis an die Baumgrenze vorkommt. Lichtliebend, frosthart wird die Eberesche als Lawinenschutz, Alleebaum und als Vogelfutter genutzt.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04635.1 Eberesche

 

Mispel2) (Méspilus germanica L.)
Die Gemeine Mispel, auch Echte Mispel genannt, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist ein breit ausladender Mittel- bis Großstrauch mit kurzen Dornen. Blüht im Mai bis Juni, wird 2-6 m hoch. Liebt frischen, nahrhaften Boden und schattige Lagen. Die erst rötlichgelb und dann braun gefärbten Früchte sind apfelförmig, aber erst nach Frost teigig und genießbar.
Abbildungen: Blätter, Blüten, Früchte

DSC04631.1 Mispel

 

Literatur-Nachweis:
1) Wikipedia
2) Bäume und Sträucher des Waldes, Gottfried Amann (†1988), Claudia Summerer, 21.Auflage 2020, ISBN 978-3-7888-0758-0